Fühlbar Schön Kosmetik | Wirkstoffe verstehen

Retinol oder Retinal? Unterschiede, Wirkung und welcher Wirkstoff besser zu Ihrer Haut passt

Retinol und Retinal gehören zu den bekanntesten Anti-Aging Wirkstoffen. Doch worin unterscheiden sie sich? Erfahren Sie, wie beide Wirkstoffe wirken, für wen sie geeignet sind und welcher besser zu Ihren Hautbedürfnissen passt.

Fühlbar Schön Kosmetik Hautpflege-Redaktion 9 Min. Lesezeit

Zuletzt aktualisiert am

Frau vergleicht zwei Anti-Aging-Seren mit Retinol und Retinal als Teil ihrer abendlichen Hautpflegeroutine.
Das Wichtigste in Kürze
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Retinol und Retinal gehören beide zur Vitamin-A-Familie, unterscheiden sich jedoch in ihrer Umwandlung in der Haut.

02

Retinal muss in der Haut nur einmal umgewandelt werden und kann dadurch schneller wirksam werden als Retinol.

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Welcher Wirkstoff besser geeignet ist, hängt vom Hauttyp, der Hautverträglichkeit und den individuellen Pflegezielen ab.

Viele Menschen, die sich mit moderner Hautpflege beschäftigen, stoßen früher oder später auf die Begriffe Retinol und Retinal. Beide Wirkstoffe gehören zur Familie der Retinoide und werden häufig bei den ersten Anzeichen der Hautalterung, einem ungleichmäßigen Hautbild oder feinen Linien eingesetzt.

Doch obwohl die Namen ähnlich klingen, unterscheiden sich Retinol und Retinal in einem wichtigen Punkt: der Art und Geschwindigkeit, mit der sie in der Haut wirken.

Wer den Unterschied kennt, kann Pflegeprodukte gezielter auswählen und besser auf die eigenen Hautbedürfnisse abstimmen.

Was sind Retinoide?

Retinoide sind verschiedene Formen von Vitamin A, die in der Hautpflege eingesetzt werden.

Zu den bekanntesten gehören:

  • Retinol
  • Retinal (Retinaldehyd)
  • Retinsäure (Tretinoin)

Retinsäure wirkt direkt in der Haut, ist in vielen Ländern jedoch verschreibungspflichtig und wird zur Behandlung bestimmter Hauterkrankungen eingesetzt.

Kosmetische Pflegeprodukte enthalten dagegen meist Retinol oder Retinal.

Der wichtigste Unterschied zwischen Retinol und Retinal

Der größte Unterschied liegt in der Umwandlung innerhalb der Haut.

Damit ein Wirkstoff biologisch aktiv werden kann, muss er in Retinsäure umgewandelt werden.

Dabei gilt:

Retinol → Retinal → Retinsäure

Retinol benötigt zwei Umwandlungsschritte.

Retinal benötigt nur einen Umwandlungsschritt.

Dadurch kann Retinal seine Wirkung häufig schneller entfalten.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Retinal für jede Haut die bessere Wahl ist.


Wie wirken Retinol und Retinal?

Beide Wirkstoffe verfolgen ähnliche Ziele innerhalb einer Pflegeroutine.

Sie werden häufig eingesetzt, um

  • die natürliche Hauterneuerung zu unterstützen,
  • feine Linien optisch zu mildern,
  • die Hautstruktur zu verfeinern,
  • einen ebenmäßigeren Hautton zu fördern,
  • lichtbedingten Hautveränderungen entgegenzuwirken.

Die Wirkung entwickelt sich schrittweise und setzt eine regelmäßige Anwendung voraus.


Für wen eignet sich Retinol?

Retinol eignet sich besonders für Menschen, die erstmals einen Vitamin A Wirkstoff verwenden oder ihre Haut langsam an Retinoide gewöhnen möchten.

Viele moderne Formulierungen sind gut verträglich und lassen sich problemlos in eine bestehende Pflegeroutine integrieren.


Für wen eignet sich Retinal?

Retinal wird häufig von Anwenderinnen und Anwendern gewählt, die bereits Erfahrung mit Vitamin-A-Wirkstoffen haben oder gezielt eine höhere Wirksamkeit wünschen.

Da Retinal näher an der biologisch aktiven Retinsäure liegt, wird der Wirkstoff häufig als besonders effizient beschrieben.

Auch hier gilt jedoch: Eine langsame Eingewöhnung ist sinnvoll.


Kann Retinal die Haut stärker reizen?

Sowohl Retinol als auch Retinal können die Haut insbesondere zu Beginn der Anwendung stärker beanspruchen.

Vorübergehend können beispielsweise auftreten:

  • Trockenheit
  • Spannungsgefühle
  • leichte Schuppung
  • erhöhte Empfindlichkeit

Deshalb empfiehlt es sich, beide Wirkstoffe zunächst nur an wenigen Abenden pro Woche anzuwenden und die Anwendung langsam zu steigern.


Wie werden Retinol und Retinal richtig angewendet?

Beide Wirkstoffe werden vorzugsweise abends nach der Gesichtsreinigung aufgetragen.

Anschließend unterstützt eine feuchtigkeitsspendende Pflegecreme die Hautbarriere.

Tagsüber gehört ein Sonnenschutz mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor zur täglichen Routine.

Eine Kombination mit beruhigenden Wirkstoffen wie Hyaluronsäure, Ceramiden oder Panthenol kann das Hautgefühl zusätzlich verbessern.


Retinol oder Retinal. Welcher Wirkstoff ist besser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht.

Retinol eignet sich häufig als Einstieg in die Welt der Retinoide und überzeugt durch seine vielseitige Einsetzbarkeit.

Retinal wird aufgrund des kürzeren Umwandlungswegs häufig als leistungsstärkere Alternative angesehen und ist besonders für Anwender interessant, die bereits Erfahrung mit Vitamin A Wirkstoffen gesammelt haben.

Entscheidend ist letztlich nicht nur der Wirkstoff selbst, sondern auch die Formulierung des Produkts sowie eine konsequente und auf den Hauttyp abgestimmte Anwendung.


Fazit

Retinol und Retinal gehören zu den wirkungsvollsten kosmetischen Vitamin A Wirkstoffen. Während Retinol zunächst zwei Umwandlungsschritte durchläuft, muss Retinal in der Haut nur noch einmal in die aktive Form umgewandelt werden.

Welcher Wirkstoff besser geeignet ist, hängt von den individuellen Hautbedürfnissen, der Verträglichkeit und der bisherigen Erfahrung mit Retinoiden ab. Eine langsame Eingewöhnung, eine feuchtigkeitsspendende Pflege und täglicher Sonnenschutz bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Anwendung.

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